Der Laserpointer – ein “Edler Stift” für Mann und Kater

19 03 2008

Den Anfang dieser Reihe soll ein Klassiker machen. Zugegebenermaßen einer, der wohl schon mal sehr viel populärer war, den ich aber mit Begeisterung für mich wiederentdeckt habe: Der Laserpointer!

Eine Zeit lang gab es die Dinger an jeder Ecke zu kaufen, man war in U-Bahnen und Discos kaum sicher davor, von einem bunten Laserstrahl, meist von einer pubertären Teenie-Hand gelenkt, direkt angebritzelt zu werden. Wohl ein Hauptgrund dafür, dass die Öffentlichkeit sich plötzlich besann und die Gefährlichkeit der kleinen Dinger entdeckte. Fortan wurden die Mini-Lichtschwerter in verschiedene Kategorien unterteilt, die vor allem fürs Auge gefährlichen Varianten verschwanden und das allgemeine Interesse verebbte.

Vielleicht spielt der eine oder andere Laserpointer ja bei Präsentationen @work heute noch eine Rolle. Wenn, dann ist es bestimmt einer von der Sorte meines neuen Lieblingsspielzeuges:

Der Laserpointer, Modell “Edler Stift”:

Auf meiner Suche nach einem geeigneten Objekt zur (kurzfristigen) Beseitigung meines Jobfrustes in einem Elektronikmarkt setzte ich mir drei Hauptkriterien:

  1. Es sollte unter 10 Euro kosten.
  2. Es sollte herrlich unvernünftig sein und mich total begeistern.
  3. Es sollte zumindest aus Rechtfertigungsgründen doch irgendeinen
    vorgeschobenen Sinn haben.

Vor allem Punkt 1 stellte sich als schwierig heraus, Punkt 2 war kein Problem, Punkt 3 bedingt schon wieder.

Wie begeistert war ich da, als mir der Laserpointer “Edler Stift” in die Hände fiel!!! Für fünf Euro gerade mal für die Hälfte meines angestrebten Limits zu haben, total schwachsinnig und lange out, dabei doch herrlich Tekkie-mäßig und dank des Stifts sogar noch nützlich! Einen Kugelschreiber kann man schließlich immer gebrauchen und der Laser könnte ja zur Not auch noch beim Aufzeigen wichtiger Präsentationspunkte dienen!!! Herrlich! Schon auf dem Weg von der Kasse zum Auto probierte ich die im Dunkel des Abends die Reichweite des Lichtstrahles an einer Häuserwand aus (unendlich!!!), sah ich mich in Gedanken Menschen in Kneipen und Nachbarwohnungen mit mysteriösen Lichtpunkten verwirren und freute mich auf meinen zuhause wartenden Kater – schließlich war mir bekannt, wie gerne die kleinen Sofatiger den roten Punkt bis zu ihrer völligen Erschöpfung jagen!

So war es denn auch ein Leichtes, den Kauf meiner Freundin plausibel zu machen: Ich hatte ein Spielzeug für Jerry (meinen Kater) gekauft! Sie selbst liebt es übrigens inzwischen, meinen pelzigen Mitbewohner damit quer durch die Wohnung zu treiben ;)

So waren alle glücklich und ich nutze das alberne Ding beinahe täglich: Mal völlig irre, um damit in Kleiner-Jungen-Manie die Lasersuchoptik einer Pistole zu simulieren, mal um damit angeberhaft und mit breitem Grinsen im Gesicht in Präsentationen auf von mir angesprochene Punkte hinzuweisen – und notfalls als Kugelschreiber :)